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Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter

Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter, kurz: ZSL e.V., wurde 1988 von Aktivist*innen als gemeinnütziger Verein zur Selbstvertretung von behinderten Menschen gemäß dem Motto „Nichts über uns ohne uns!“ gegründet. Ziel ist die gleichberechtigte Teilhabe im beruflichen wie privatem Lebensbereich, also Inklusion. Sogar bei den Verhandlungen der UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen wirkten wir aktiv mit.

Zur Realisierung von Inklusion bieten wir anderen Betroffenen sowie allen Interessierten ein umfassendes Spektrum an Beratung, Unterstützung und Dienstleistung.

Unsere Beratungsstellen (OBA und EUTB) informieren über vielfältige Themenbereiche eigenbestimmten Lebens. Die AssistenzOrganisation hält in Erlangen ein umfassendes Angebot für erwachsene Menschen mit Behinderung bereit. Persönliche Assistenz ermöglicht Menschen mit Unterstützungsbedarf ein selbstbestimmtes Leben im von ihnen ausgewählten Umfeld.

Weiterhin tragen wir sowohl mit zahlreichen Aktionen und Projekten – zum Beispiel dem „Perspektivwechsel“ – zur Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit bei und überzeugen städtische Einrichtungen wie auch private Unternehmer*innen, Barrierefreiheit umzusetzen.

Das ZSL e.V. ist ein anerkannter gemeinnütziger Verein, der nicht gewinnorientierte, sondern gesellschaftliche Aufgaben in den Fokus stellt.

Als seit langem etablierte Interessenvertretung sehen wir uns durch zahlreiche Auszeichnungen für unsere erfolgreiche Arbeit in unserem Engagement bestätigt.

Christian Pfeuffer - geschäftsführender Vorstand

Seit dem 1. Juli 2025 leitet Christian Pfeuffer das ZSL Erlangen. Der gebürtige Erlanger (M.Sc. Betriebswirtschaftslehre) verbindet fundiertes Managementwissen mit gelebter Praxis: Er lebt mit Spinaler Muskelatrophie (SMA) und organisiert seine Unterstützung im Arbeitgebermodell. Diese Perspektive schärft seinen Blick für wirksame Assistenz, klare Abläufe und verlässliche Zusammenarbeit.

„Mein Ziel ist es, Selbstbestimmung im Alltag konkret erlebbar zu machen, Teilhabe dauerhaft zu sichern und Barrieren Schritt für Schritt abzubauen.“

In seiner Verantwortung liegt die strategische Weiterentwicklung des Vereins, Qualität und Verlässlichkeit in Assistenz und Beratung, eine transparente Personal- und Finanzsteuerung sowie die Zusammenarbeit mit kommunalen und zivilgesellschaftlichen Partnern. Er legt Wert auf verständliche Prozesse, digitale Hilfsmittel dort, wo sie Nutzen stiften, und eine Kommunikation, die Betroffene, Angehörige und Mitarbeitende gleichermaßen mitnimmt. Inhaltlich setzt er Akzente bei der Stärkung wohnortnaher Unterstützung, beim Zugang zu Beratung und bei der Förderung barrierefreier Strukturen in Bildung, Arbeit, Wohnen und Mobilität.

Sein Arbeitsstil ist zugewandt und lösungsorientiert. „Ich möchte zuhören, gemeinsam priorisieren, messbare Ziele vereinbaren und pragmatisch miteinander umsetzen.“

Dabei verbindet er Erfahrungswissen aus der Assistenzpraxis mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt auf Value Co-Creation through Patient Involvement within Virtual Health Solutions – ein Ansatz, der Beteiligung und Wirksamkeit zusammenführt.

„Gute Assistenz und klare Prozesse sind kein Selbstzweck – sie schaffen Freiheit, damit Menschen ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten.“

Der Vereinsrat stellt sich vor

Sylke Stricker

Ich bin seit über 30 Jahren als Mitglied und Kundin sowie durch meine langjährige Tätigkeit in der ZSL-Beratungsstelle eng mit dem ZSL und der Stadt Erlangen verbunden.
Und nun in der Rente habe ich zwar keine Langeweile, aber ich möchte mich weiterhin für das ZSL und seine wichtige Arbeit engagieren. Das ZSL ist aus der sozialen Landschaft von Erlangen nicht mehr wegzudenken, doch es braucht immer noch viel Einsatz, damit Barrierefreiheit, gleichberechtigte Teilhabe und ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben für Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft selbstverständlich werden.

Theresia Herden

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn ergibt, egal wie es ausgeht.“
Dieser Satz von Václav Havel begleitet mich schon seit vielen Jahren durch mein Leben. Er gibt mir Kraft, Energie und Kampfgeist, wenn ich mal wieder feststelle, wie weit entfernt wir in Deutschland von einer inklusiven Gesellschaft sind. Wie viele überflüssige Hürden und Barrieren es immer noch gibt, die so vielen Menschen mit einer Behinderung das Leben zusätzlich erschweren. 
Mich gegen Gewalt an Frauen mit Behinderung zu engagieren ist mir ein echtes Herzensanliegen. Ich würde mich über Gleichgesinnte freuen, die mich dabei unterstützen möchten.

Marie Sieger

Ich bin Marie, 25 Jahre alt. Für mein Studium bin ich nach Erlangen gezogen und lebe seitdem mit Assistenz, die über das ZSL organisiert wird. Heute arbeite ich an meiner Doktorarbeit – möglich ist das für mich dank engagierter Assistenzkräfte und des ZSL.
Neben meiner Rolle als Kundin leite ich Fortbildungen, in denen es unter anderem um die Beziehung zwischen Assistenten und Kunden, um Selbstbestimmung sowie Nähe und Distanz geht. Außerdem bin ich Mitglied im Vereinsrat und bringe mich in die strategische Weiterentwicklung des ZSLs ein.“