Interessenvertretung

Zielsetzung der politischen- & Gremien-Arbeit

Unsere politische- und Gremienarbeit setzt die Interessenvertretung für Gleichstellung, Selbstbestimmung und volle gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung konsequent um und tritt gegen jede Form von Diskriminierung ein.

Ziele sind dabei:

  • Rechte sichern und ausbauen: Rahmenbedingungen so beeinflussen, dass selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft real möglich ist – insbesondere auch dort, wo gesellschaftliche Entwicklungen Teilhabe und Lebensrecht gefährden.

 

  • Politik und Öffentlichkeit wirksam adressieren: Anliegen aus Beratung und Praxis in Gremien, Arbeitsgruppen und gegenüber Entscheidungsträgern einbringen, um konkrete Verbesserungen anzustoßen.

 

  • Selbstvertretung stärken: Leitung, Außenvertretung und Entscheidungskompetenz liegen vorrangig bei behinderten Menschen; Peer Counseling bleibt das fachliche Fundament.

 

  • Unabhängig und überparteilich handeln: parteipolitisch und konfessionell ungebunden, fachlich fundiert und gemeinwohlorientiert.

 

Inhaltlich fokussiert sich die Gremienarbeit auf Themen, die Selbstbestimmung unmittelbar ermöglichen: persönliche Assistenz, barrierefreie Strukturen, Teilhabe in Bildung und Arbeit sowie die nachhaltige Verbesserung von Unterstützungs- und Versorgungsbedingungen.

Auszug der Gremien und Arbeitsgemeinschaften, in denen das ZSL Erlangen mitwirkt.

1) Nachhaltigkeitsbeirat (Stadt Erlangen)

Der Nachhaltigkeitsbeirat berät Stadtverwaltung und Stadtrat zu Nachhaltigkeitsthemen, formuliert Empfehlungen und unterstützt die Kommunikation von Nachhaltigkeit in die Stadtgesellschaft. Das ZSL bringt dort die Perspektive von Menschen mit Behinderung ein und setzt den Schwerpunkt auf inklusive Nachhaltigkeit: barrierefreie Mobilität, zugängliche Beteiligungsformate, inklusives Krisen- und Hitzeschutzdenken sowie Barrierefreiheit als Qualitätskriterium kommunaler Nachhaltigkeitsmaßnahmen.
(https://erlangen.de/themenseite/mitgestalten/politik-mitgestalten/nachhaltigkeitsbeirat)

2) Ratschlag für soziale Gerechtigkeit (Erlangen)

Der Ratschlag versteht sich als Beratungs- und Koordinationskreis sozialpolitisch aktiver Organisationen mit dem Ziel, soziale Gerechtigkeit auf lokaler Ebene zu verbessern; zentrale Themenfelder sind u. a. Arbeit und Wohnen. Das ZSL setzt sich dort für sozial gerechte Teilhabe ein: barrierefreier und bezahlbarer Wohnraum, inklusive Arbeitswelt, diskriminierungsarme Verwaltungsprozesse und die konsequente Berücksichtigung behinderter Menschen in kommunaler Sozialpolitik.
(ratschlag-erlangen.de)

3) Seniorenbeirat (Stadt Erlangen)

Der Seniorenbeirat berät Stadtrat und Verwaltung im gesamten Seniorenbereich und kann eigene Vorschläge, Anregungen und Stellungnahmen einbringen. Das ZSL setzt dort den Fokus auf Schnittmengen von Alter, Behinderung und Pflege: barrierefreies Wohnen im Quartier, zugängliche Gesundheits- und Unterstützungsstrukturen, Mobilität sowie Teilhabe- und Schutzkonzepte, die auch Menschen mit Behinderung im höheren Alter erreichen. (https://erlangen.de/themenseite/mitgestalten/politik-mitgestalten/seniorenbeirat)

4) Sozial- und Gesundheitsausschuss / Werkausschuss EJC (Stadt Erlangen)

Der Ausschuss behandelt Themen der Sozial- und Gesundheitspolitik (inkl. Werkausschuss EJC). Das ZSL wirkt nicht stimmberechtigt mit und bringt Positionen über den Sozial- und EJC-Beirat in eine gemeinsame zivilgesellschaftliche Positionierung ein, die anschließend in die Ausschussarbeit gespiegelt wird. Inhaltlich setzt sich das ZSL dort für wirksame Teilhabe, Barrierefreiheit und praxistaugliche Lösungen in sozialen und gesundheitlichen Strukturen ein.
(Ratsinfo Erlangen)

5) Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreies Miteinander“ (Landkreis Erlangen-Höchstadt)

Die ArGe setzt sich für die Interessen von Menschen mit Behinderung im Landkreis ein, will Teilhabe verbessern und Barrieren abbauen; beteiligt sind u. a. kommunale Behindertenbeauftragte, Menschen mit und ohne Behinderung, Selbsthilfe sowie soziale Verbände. Das ZSL bringt dort Expertise aus der Selbstvertretung und Beratung ein, unterstützt die Weiterentwicklung kommunaler Barrierefreiheitsstandards und treibt den Abbau konkreter Zugangsbarrieren in Alltag, Verwaltung und öffentlichem Raum mit voran.
(Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreies Miteinander“)

6) Bamberger Arbeitsgemeinschaft chronisch kranker und behinderter Menschen e. V. (ARGE Bamberg)

Die ARGE vertritt die Belange chronisch kranker und behinderter Menschen in Stadt und Landkreis Bamberg, bündelt v. a. Selbsthilfe und Vereinigungen und ist Ansprechpartner für Politik und Behörden. Das ZSL bringt sich dort in den regionalen Austausch ein, stimmt Positionen zu Teilhabe- und Barrierefreiheitsthemen ab und stärkt gemeinsame Interessenvertretung über kommunale Grenzen hinweg.
(arge-bamberg.de)