Zentrum für selbstbestimmtes
Leben Behinderter e.V.
Erlangen
Nichts über uns,
ohne uns.
Was wir bieten
Persönliche Assistenz
Persönliche Assistenz ermöglicht Menschen mit Behinderung ein eigenständiges Leben im selbstgewählten Wohnumfeld zu führen das Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Eine Assistenzkraft übernimmt ganzheitlich Pflege, Haushalt und individuelle Aufgaben.
Beratung. Bildung. Begegnung
Wir beraten zu allen Fragen rund um Behinderung – zum Beispiel zu Behörden, Formularen, Sozialleistungen, Hilfsmitteln, Barrieren, persönlichen Problemen und Assistenz.
Wir bieten Bildungsangebote und organisieren Begegnungen, bei denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenkommen, sich austauschen können und sich gegenseitig bereichern können.
Ergänzende unabhängige
Teilhabeberatung
Die Teilhabeberatung Mittelfranken Nordost bietet kostenlose, unabhängige und vertrauliche Unterstützung für Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen sowie deren Angehörige.
Die Beratung erfolgt auf Augenhöhe, durch selbst betroffene Berater*innen und bei Bedarf auch telefonisch, per E-Mail oder zuhause.
Das Angebot ist Teil des bundesweiten EUTB-Projekts nach § 32 SGB IX.
ab September 2026
Schul- und Individual-begleitung
Die Schulbegleitung unterstützt Kinder und Jugendliche mit (drohender) Behinderung dabei, selbstständig am Unterricht und Schulleben teilzunehmen. Sie hilft je nach Bedarf im Unterricht und in Pausen, fördert Teilhabe und Selbstständigkeit, arbeitet mit Eltern und Schule zusammen und unterstützt bei Antrag und Kostenübernahme.
Aktuelle Projekte
Perspektivwechsel
Unser Angebot macht erlebbar, wie Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung leben.
In Workshops, Vorträgen und Selbsterfahrungsmodulen – etwa mit Rollstuhl oder Augenbinde – fördern wir Verständnis und Empathie.
So sensibilisieren wir Schulen, Unternehmen und Gruppen für Inklusion und Barrierefreiheit.
Alle Angebote werden von Expert*innen mit und ohne Behinderung begleitet und individuell gestaltet.
Alles was Recht ist
Das Projekt stärkt Menschen mit Behinderungen, ihre Rechte aktiv einzufordern.
Wir informieren Menschen mit Behinderung über neue Rechte und ermutigen, eigene Bedarfe klar zu benennen.
Durch Sensibilisierung zeigen wir Kostenträgern die Lebensrealität behinderter Menschen und fördern bei Jurist*innen das Verständnis für ihre rechtlichen Herausforderungen.
Herzensmensch
Menschen mit Beeinträchtigung haben die gleichen Bedürfnisse nach Liebe, Freundschaft, Sexualität und Familie wie alle anderen. Oft ist es jedoch schwieriger, außerhalb des eigenen Umfelds Kontakte oder eine Partnerschaft zu finden.
Mit Herzensmensch unterstützen wir Menschen mit Beeinträchtigung dabei, ihr Recht auf Partnerschaft, Sexualität, Familie und Freundschaft zu leben.
Abgeschlossene Projekte
Entdecken Sie auch unsere früheren Projekte: Viele sind inzwischen abgeschlossen, aber ihre Wirkung bleibt. Werfen Sie einen Blick zurück und sehen Sie, wie das ZSL Erlangen Inklusion, Selbstbestimmung und Barrierefreiheit über die Jahre mitgestaltet hat.
Aktuelle Veranstaltungen
Veranstaltungen
Rezensionen
Was Kunden und Mitarbeiter über uns sagen
Team Rudi Flaig:
„Wir sind ein Team bei einem langjährigen Kunden des ZSL. Mehrere von uns arbeiten schon viele Jahre für das ZSL. Einige übernehmen hier auch Dienste als Zweitjob. Unser Arbeitsalltag gestaltet sich vielfältig durch Aufgaben wie Pflege, Haushalt, Begleitung Therapien und zu Freizeitaktivitäten. Hierbei erfahren wir große Wertschätzung und viel Vertrauen seitens des Kunden. Wichtig ist, dass die zwischenmenschliche Beziehung stimmt, denn wir verbringen oft viele Stunden zusammen. Wir arbeiten in einem guten Team mit kompetenter Teamleitung.
Das ZSL schätzen wir besonders für die angebotenen Arbeitszeitmodelle, da diese gut zu persönlichen Lebensplanungen passen.“
Manfred Schumann – Assistenzkraft bei Rudi Flaig):
„Für mich ist es eine äußerst sinnvolle Tätigkeit meinen Kunden bei der Gestaltung seines Alltags zu unterstützen. Beim ZSL bin ich seit 2012, weil es die Selbstbestimmtheit als oberstes Prinzip vertritt. Da ich in meinem Beruf als Altenpfleger die Bevormundung von Hilfsbedürftigen zur Genüge erlebt habe, bin ich froh, dass dies hier nicht so ist.“
Rudi Flaig – Kunde:
„Ich bin der Rudi Flaig, seit 1998 beim ZSL und habe eine Spastik. Ich habe vorher im Heim gelebt. Im Heim hat’s mir überhaupt nicht gefallen und deshalb hat mir eine Bekannte vom ZSL erzählt. Deshalb bin ich beim ZSL gelandet und fühle mich durch die Assistenten sehr wohl. Ich werde von jedem Assistenten so akzeptiert wie ich bin.“
Marie Sieger – Kundin und Mitarbeiterin
„Ich bin Marie, 25 Jahre alt. Für mein Studium bin ich nach Erlangen gezogen und lebe seitdem mit Assistenz, die über das ZSL organsiert wird. Inzwischen habe ich mein Studium abgeschlossen und arbeite an meiner Doktorarbeit. Dass dieser Weg für mich möglich war und ist, verdanke ich ganz wesentlich Organisationen wie dem ZSL und den vielen engagierten und motivierten Assistenzkräften.
Assistenz ermöglicht mir, eigenständig zu leben, zu arbeiten und meinen Alltag nach meinen Bedürfnissen zu gestalten. Sie ist für mich keine Selbstverständlichkeit, sondern eine zentrale Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.
Beim ZSL bin ich, weil hier Selbstbestimmung im Vordergrund steht und mir gleichzeitig viel organisatorische Arbeit abgenommen wird. Das ZSL wurde von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung aufgebaut und wird auch so geleitet – das spürt man im Alltag. Besonders schätze ich das breite Angebot aus Assistenzorganisation, Beratung, Veranstaltungen und politischer Arbeit.
Neben meiner Rolle als Kundin leite ich Fortbildungen, in denen es unter anderem um die Beziehung zwischen Assistenten und Kunden, um Selbstbestimmung sowie Nähe und Distanz geht. Außerdem bin ich Mitglied im Vereinsrat und bringe mich in die strategische Weiterentwicklung des ZSLs ein.“
Ella Armstrong (Assistenzkraft):
„Ella, 63 Jahre jung – ich bin vor ca. 3 Jahren quer eingestiegen in die Tätigkeit als Assistenz für körperbehinderte Menschen, komme aus einem Handwerksberuf (Köchin).
Der Wechsel zum ZSL war ein Herzenswunsch.
Für mich ist meine Arbeit ein Geben & Nehmen mit Herz & Verstand, wie in jeder guten Beziehung.“
Mohammad Salah Karim (Hama) (Assistenzkraft):
„Ich arbeite seit über 11 Jahren bei ZSL e.V. und es war noch nie ein Tag wie der andere. Und genau das liebe ich an meinem Job: dass jeder Kunde und jeder Tag anders ist und ich nie weiß, was mich an dem Tag erwartet. Neben den pflegerischen Tätigkeiten durfte ich Kunden schon in die Uni oder in die fränkische Schweiz begleiten, Hunde ausführen, im Haushalt helfen,… – eben alles, was anfällt, ganz vielfältig, spontan und individuell. Da ich die Kunden zu Hause betreue, fühlt es sich sehr familiär an. Ich liebe es als Assistenzkraft da zu helfen, wo es meine Kunden brauchen und sie so glücklich zu machen. Auch ich durfte schon viel von meinen Kunden lernen, z.B. durfte ich meine ersten fränkischen Gerichte für meine Kunden kochen. Aber natürlich habe ich es auch nicht verpasst, ihnen ein kurdisches Gericht vorzusetzen und bisher waren alle damit zufrieden. Die Arbeitszeit passt gut in mein Leben mit zwei kleinen Kindern. Ich hoffe, dass noch weitere 11 Jahre oder mehr bei ZSL e.V. folgen.“