Rechte kennen. Rechte nutzen.
Informiert handeln. Selbstbestimmt leben.

Wir stellen uns vor!

Das Projekt stärkt Menschen mit Behinderungen darin, ihre Rechte einzufordern.Im Sozialrecht hat sich einiges geändert – u.a. durch die Einführung des Bundesteilhabegesetzes. Vielen Betroffenen und ihren Angehörigen ist dies nicht oder nur unzureichend bekannt.

Diese Wissenslücke möchten wir füllen. Wir informieren Menschen über ihre neuen Rechte, wir ermutigen sie, ihre Bedarfe zu kommunizieren und den rechtlichen Rahmen für ihre Teilhabe auszuschöpfen.

Durch Sensibilisierungsaktionen wird Entscheidern bei Kostenträgern die Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen nahegebracht.

Auch bei Jurist*innen möchten wir mehr Interesse für die Probleme von Menschen mit Behinderung im Rechtssystem wecken.

Wir haben Rechte!

Inklusion bedeutet Teilhabe. Ein Teil des Projekts informiert Menschen mit Behinderungen und Angehörige zu ihren aktuellen Rechten. Durch Aufklärung und

Empowerment stärkt es Menschen darin, ihre Bedarfe zu kommunizieren und den rechtlichen Rahmen für ihre Teilhabe auszuschöpfen.

Dazu bietet das Projekt Schulungen, Gruppenworkshops und Infoveranstaltungen in den Räumen des ZSL und bei Menschen mit Behinderungen vor Ort an.

Bei Bedarf ist eine Vermittlung in Einzelfallberatungen, z.B. in das bestehende Beratungsangebot des ZSL, möglich.

Wir wissen „Bescheid“!

Durch verschiedene Angebote sensibilisiert das Projekt Entscheider bei Kostenträgern für die Belange von Antragsteller*innen.

Es zeigt auf, was deren Entscheidungen für den Lebensalltag des Einzelnen bedeuten können. Die Lebenswelt der Antragsteller wird den Entscheider*innen nahegebracht und sie erhalten einen lebendigen Eindruck davon, welche Konsequenzen ihre Entscheidung für Menschen mit Behinderung haben kann.

Wir setzen Recht durch!

Langfristig ist unser Ziel, ein Netzwerk aus kompetenten Juristen und Juristinnen aufzubauen, die sich für Menschen mit Behinderungen in Verfahren, z.B. Widerspruchsverfahren gegen Kostenträger, engagieren.

Kostenlose Beratung, so etwa die unabhängige Teilhabeberatung, gibt es in einem gewissen Umfang bereits. Doch kann diese nur in den ersten Schritten der Antragstellung beraten. Spätestens wenn Menschen mit Behinderungen Widerspruch gegen eine Entscheidung einlegen wollen, gibt es häufig keine kostengünstige und barrierefreie Unterstützung. Das muss sich ändern.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen stärker ins Bewusstsein von Experten der Rechtswissenschaft zu rücken. Das Fachgebiet des Sozialrechts gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wir möchten bei den Studierenden Interesse dafür wecken.

Sobald das Netzwerk etabliert ist, wird es engagierte Juristen*innen durch kollegialen Austausch in ihrer Arbeit unterstützen.

Unser Team

Ina Fischer (Projektleiterin) ist gelernte Kauffrau für Bürokommunikation und Peer Counselorin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V. (ISL). Sie verfügt über vielfältige Erfahrungen im Bereich Inklusion, nicht zuletzt durch ihre Blindheit als Expertin in eigener Sache. Bis einschließlich 2017 war sie Teil des Projektteams „Inklusion Erlangen – in Stadt und Land“ bei der Access GmbH. Im Anschluss daran war das Projekt  „Kommune Inklusiv“ ihr Arbeitsmittelpunkt. Seit Mai 2024 verantwortet sie „Alles was Recht ist“ im ZSL als Projektleiterin.

ina.fischer@zsl-erlangen.de
Tel.: 09131 – 98783 50

Heike Herzog (Projektkoordination) ist Soziologin und kommt aus dem Bereich der Projektkoordination. Sie war 12 Jahre als Projektkoordination im Mehrgenerationenhaus in Fürth tätig. Davor hat sie lange Jahre als Freiberuflerin Projekte mit Jugendlichen zu den Themen Ausgrenzung, Rassismus und Demokratieförderung begleitet. Dem ZSL ist sie seit vielen Jahren durch persönliche Kontakte verbunden. Im Projekt „Alles was Recht ist“ arbeitet sie seit Juni 2024 mit.

Momentan versucht sie die Deutsche Gebärdensprache zu erlernen.

heike.herzog@zsl-erlangen.de
Tel.: 09131 – 98783 51

Jing Schreiber (Verwaltung) ist Diplom-Kauffrau und für die finanzielle Abwicklung der Projekte verantwortlich. Seit Juli 2021 ist sie im Projektcontrolling tätig. Am Projekt „Alles, was Recht ist“ arbeitet sie seit Mai 2024 mit.